USB-Laden auf Reisen – Vorteile und Empfehlungen

Jeder kennt sie, die praktischen USB-Buchsen zum Verbinden von verschiedenen Geräten. Egal ob Laptop, Tablet, Festplatte oder Smartphone, jedes moderne Multimediagerät besitzt in irgendeiner Weise einen USB-Anschluss.

Schon seit der Jahrtausendwende werden USB-Anschlüsse zur Datenübertragung und zur Stromversorgung kleinerer technischer Geräte genutzt. Handys, Tablets oder E-Reader, sie alle lassen sich unkompliziert und schnell per USB aufladen. Wegen der geringen Leistung eigneten sich die älteren USB-Standards aber eben auch nur für diese kleinen Geräte. Schon bei größeren Kameras ließen sich die Akkus nicht im Gerät selbst per USB aufladen, sondern mussten über eine separate Ladeschale aufgeladen werden.

Seit der Einführung des USB-C-Standards mit USB Power Delivery besteht nun aber endlich auch die Möglichkeit, größere Geräte wie Kameras oder Laptops über USB-Anschlüsse aufzuladen und zu betreiben. Das ermöglicht es, so ziemlich alle portablen Elektronikgeräte mit demselben Anschluss aufladen zu können. Und gerade auf Reisen ist das ein unschätzbarer Vorteil.

Vorteile des USB-Ladens auf Reisen

Du brauchst nur noch ein Ladegerät

Egal ob Laptop, Tablet, Kamera, Smartphone, Rasierapparat, Kindle – alles lässt sich per USB mit demselben Ladegerät aufladen. Wichtig ist nur, dass genügend Leistung bereitgestellt wird. Die Wattzahl muss sich nach dem hungrigsten Gerät richten – meist ist das der Laptop.

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Du sparst Gewicht und Platz

Statt jeder Menge einzelner Ladegeräte mit proprietärem Anschluss reicht ein einziges Ladegerät aus. Das spart jede Menge Gewicht und Platz im Koffer oder Rucksack. Und gerade bei Kameras fallen die antiken Ladeschalen für die Akkus komplett aus dem Gepäck, weil du den Akku direkt in der Kamera aufladen kannst.

Du findest überall Ersatzladegeräte

Hast du schon mal im Urlaub festgestellt, dass du ein bestimmtes Ladegerät zu Hause vergessen hast? Statt umständlich ein passendes vor Ort zu suchen, gehst du einfach ins nächste Elektronikgeschäft und kaufst dir ein günstiges Ladegerät mit USB-Anschluss.

Du sparst dir Adapter

Steckdosen sehen überall auf der Welt anders aus. Entsprechend musst du immer den richtigen Adapter dabei haben. USB-Anschlüsse sind auf der ganzen Welt identisch. Selbst in der tiefsten afrikanischen Savanne habe ich mein Smartphone schon an einem USB-Hub aufgeladen, der von einem Diesel-Generator betrieben wurde!

Du kannst die Geräte überall aufladen

Ob im Hostel, im Zug oder im Flugzeug. USB-Anschlüsse gibt es mittlerweile überall. Zumindest kleinere Geräte lassen sich darüber an unzähligen Orten auf der Welt ganz unkompliziert wieder aufladen. Und natürlich kannst du für unterwegs auch eine Powerbank nutzen.

Worauf muss ich beim USB-Laden achten?

Ganz so einfach ist die Sache dann aber doch (noch) nicht. Nicht jedes Gerät kann mit jedem Anschluss geladen werden. Je nach Alter des USB-Anschlusses liegen die Nenn-Spannung bei 5 V und die maximale Stromstärke zwischen 0,1 und 3 A. Das ergibt eine maximale Leistung von 15 W. Das ist ausreichend für kleinere Geräte wie Smartphones, aber bei weitem nicht genug, um einen Laptop zu betreiben.

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Für diese wurde der angesprochene USB Power Delivery geschaffen. Diese Möglichkeit erlaubt eine Leistung von bis zu 100 W, was für viele Laptops ausreicht. Lediglich größere und auf Leistung getrimmte Geräte kommen damit nicht aus. Aber bei portablen, reisetauglichen Geräten kann USB Power Delivery seine Vorteile ausspielen. Viele Hersteller nutzen diese Möglichkeit inzwischen auch, leider setzen aber auch immer noch einige auf einen proprietären Ladeanschluss.

Welche Geräte können per USB aufgeladen werden?

Smartphones, E-Reader und Tablets

Diese Geräte können quasi ausnahmslos alle mit gängigen USB-Ladegeräten aufgeladen werden. Viele Laptops bieten auch die Möglichkeit, über einen integrierten Ladeanschluss Energie für diese Geräte bereitzustellen. Problematisch ist nur, dass es die Hersteller über die Jahre nicht geschafft haben, einen einheitlichen Standard zu etablieren. Micro-USB, Mini-USB, der klassische USB-A oder Lightning bei Apple-Geräten – die Bandbreite ist groß. Zum Glück gibt es Adapterkabel, die günstig sind und nicht viel Platz wegnehmen.

Kameras

Obwohl Kameras rein technisch eigentlich schon seit Jahren per USB geladen werden könnten, sind die Hersteller erst vor kurzer Zeit auf den Geschmack gekommen. Ganz konsequent bietet die Firma Sony bei all ihren aktuellen Modellen die Möglichkeit, sie per USB aufzuladen. Die Modelle seit Erscheinungsjahr 2015 können (mit eingelegtem Akku als Puffer) auch betrieben werden, während sie aufgeladen werden. Auch Fuji bietet diese Möglichkeit seit 2018 an, die meisten anderen Kameras dieses Herstellers lassen sich zumindest per USB aufladen (allerdings nicht während der Nutzung).

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Gleiches gilt für die neuen spiegellosen Systemkameras von Canon und Nikon. Diese laden allerdings nur mit ausgewählten Geräten, was den Vorteil des USB-Ladens eigentlich wieder komplett zunichtemacht. Ältere Kameras von Canon und Nikon lassen sich überhaupt nicht per USB aufladen, gleiches gilt auch für die Modelle von Panasonic und Olympus bis etwa 2017.

Laptops

Die Maximalleistung von 100W, die über USB Power Delivery bereitgestellt werden kann, reicht nicht allen Laptops aus. Weniger leistungsstarke Modelle können aber prinzipiell über USB geladen werden, wenn sie eine entsprechende Schnittstelle besitzen. Größere Modelle besitzen dagegen auch heute noch meistens einen proprietären Stromanschluss und Netzteile mit mehr als 100W. Sofern diese Modelle eine USB-C-Schnittstelle besitzen, lassen aber auch sie sich unter Umständen aber über diese laden. In diesem Fall jedoch langsamer, worauf der Nutzer gegebenenfalls bei eingestecktem Kabel auch hingewiesen wird. Empfehlungen für Laptops mit USB-Lademöglichkeit findest du hier!

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Aber Achtung! Nur weil ein Laptop eine USB-C-Buchse besitzt, heißt das noch nicht, dass er über diese auch geladen werden kann. Der Anschluss sollte vom Typ Thunderbolt sein und USB Power Delivery ermöglichen. Und selbst dann kann es sein, dass der Hersteller das Aufladen komplett unterbindet oder es nur mit ausgewählten Ladegeräten funktioniert. Leider wird die USB-Lademöglichkeit in den technischen Daten häufig nicht erwähnt. In Testberichten der jeweiligen Modelle wird aber meistens kurz darauf eingegangen.

Empfehlungen für USB-Ladegeräte

Bei der Wahl eines geeigneten USB-Ladegeräts ist in erster Linie die Wattzahl von Bedeutung. Diese muss sich nach dem leistungsstärksten Gerät richten. Meist wird das der Laptop sein. Wenn mit dem Laptop ein Netzteil mit USB-C-Anschluss geliefert wird, kannst du dir sicher sein, dass die Leistung sowohl für den Laptop als auch für alle anderen, kleineren Geräte ausreicht.

Wenn dein Laptop USB Power Delivery unterstützt, ist in den technischen Daten angegeben, welche Wattzahl zum Aufladen mindestens erforderlich ist. Unterschreitet das verwendete Ladegerät die Zahl, kann es sein, dass der Laptop nur langsam oder überhaupt nicht geladen wird. Sehr leistungsstarke Ladegeräte mit Power Delivery von Drittanbietern sind derzeit noch recht selten. Es gibt jedoch inzwischen sowohl entsprechende Ladegeräte für normale Steckdosen, fürs Auto oder Powerbanks, die die erforderliche Leistung bereitstellen.

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Wesentlich einfacher wird die Sache, wenn du lediglich Geräte wie Smartphone oder Tablet aufladen musst, die mit dem alten 5-V-Standard auskommen. Hierfür gibt es eine sehr große Auswahl an günstigen Geräten als Adapter für die Steckdose oder für den Zigarettenanzünder im Auto. Teilweise besitzen diese Ladegeräte auch die Möglichkeit, passende Endgeräte mit Quick-Charge-Technologie zu laden.

USB-Laden auf Reisen

Inzwischen bin ich komplett auf die USB-Lademöglichkeit umgestiegen. Und ehrlich gesagt, es ist eine unglaubliche Erleichterung. Ich habe die Kabelanzahl halbiert, muss mir keine Gedanken mehr machen, ob ich auch wirklich jedes Ladegerät dabei habe und kann meine Geräte überall aufladen, egal ob zu Hause oder im Auto. Ich würde keinesfalls mehr zur alten Lösung zurückkehren wollen und kann jedem Reisefreund nur ans Herz legen, zukünftig ausschließlich auf USB-ladefähige Geräte zu setzen!

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