Reisestativ-Empfehlungen für Fotografen

Mit der Frage nach dem perfekten Stativ wird sich jeder Reisefotograf früher oder später beschäftigen. Auch wenn die fortgeschrittene Kameratechnik ein Reisestativ in manchen Situationen obsolet gemacht hat, gibt es immer noch gute Gründe, doch eines dabei zu haben. Schlechte Lichtverhältnisse, Langzeitbelichtungen oder Nachtaufnahmen – ein Reisestativ ist in vielen Situationen Gold wert und ermöglicht bessere Fotos.

Allerdings ist ein Reisestativ typischerweise der schwerste Einzelgegenstand der Fotoausrüstung. Und gerade auf Reisen zählt jedes Gramm an zusätzlichem Gewicht. Ein kleines Packmaß und ein möglichst geringes Gewicht sind daher besonders wichtig bei der Wahl für ein geeignetes Reisestativ. Andererseits soll das Stativ trotzdem stabil genug sein, damit es nicht gerade von der ersten Windböe umgeworfen wird. Das perfekte Reisestativ wird daher auf jeden Fall ein Kompromiss aus Gewicht, Packmaß und Stabilität sein. Und allzu teuer soll es natürlich auch nicht sein.

Glücklicherweise gibt es genau solche Stative für Reisefotografen. Genau genommen sogar in Hülle und Fülle, denn der Markt ist riesig. Und wem ein richtiges Reisestativ so groß und zu schwer ist, für den gibt es jede Menge clevere Alternativen!

Langzeitbelichtung am Lac d'Allos

Welche Vorteile bietet mir ein Reisestativ?

1. Reisestative ermöglichen schärfere Fotos ohne Verwackeln

Nahezu jede Kamera bzw. die zugehörigen Objektive besitzen heute in irgendeiner Weise einen Bildstabilisator. Das ermöglicht es in manchen Situationen, längere Belichtungszeiten zu nutzen, ohne dass die Fotos verwackelt sind. Trotzdem haben diese Stabilisatoren ihre Grenzen. Gerade bei den immer höher auflösenden Kameras fallen leichte Verwacklungen eher auf. Nur mit einem Stativ bist du wirklich auf der sicheren Seite.

2. Reisestative ermöglichen Langzeitbelichtungen

Längere Belichtungszeiten lassen sich auch mit Bildstabilisator aus der Hand nicht realisieren. Langzeitbelichtungen von Sternen, vorüberziehenden Wolken  oder verwischtem Wasser benötigen daher zwingend ein Stativ. Gleiches gilt für Nachtaufnahmen in Städten. Und gerade für diese oftmals sehr magischen Aufnahmen lohnt sich die Anschaffung eines Reisestativs auf jeden Fall!

3. Reisestative ermöglichen Zeitrafferaufnahmen

Zeitrafferaufnahmen sind ein interessantes Stilmittel, um langsam ablaufende Bewegungen ansprechend zu visualisieren. Allerdings benötigen diese Aufnahmen einen festen, statischen Bezugspunkt, der sich während der Anfertigung nicht ändern darf. Nur mit einem Stativ lässt sich das realisieren.

4. Reisestative ermöglichen Selfies

Das mag für den einen oder anderen nicht wichtig sein. Aber wenn man selbst vor der Kamera steht oder die ganze Reisegruppe fotografieren möchte, ist ein Stativ gemeinsam mit einem Fernauslöser auf Reisen eine praktische Sache. Es muss ja nicht immer die iPhone-Perspektive sein!

5. Reisestative ermöglichen Panoramaaufnahmen

Viele Kameras können intern aus mehreren Einzelaufnahmen Panoramas erstellen. Diese lassen sich meist auch aus der Hand anfertigen. Für wirklich gute Panoramaaufnahmen bietet sich aber ein Stativ mit sogenanntem Panoramakopf an. Dieser ermöglicht es, dass sich die Kamera um einen festen Punkt dreht, sodass im Optimalfall keine Anomalien beim Zusammensetzen der Fotos auftreten.

6. Reisestative ermöglichen professionelle Videoaufnahmen

Bei Fotos fällt es dank Bildstabilisator manchmal nicht so sehr auf, bei Videos dagegen schon. Aus der Hand zu filmen führt zu verwackelten Aufnahmen. Mit einem Stativ lassen sich viele Szenen wesentlich besser einfangen.

Welche Anforderungen muss ein Reisestativ erfüllen?

Ein Reisestativ bietet also eine Menge Vorteile, die die Schlepperei etwas erträglicher machen. Doch welche Anforderungen muss ein Stativ erfüllen, damit es optimal für die Reisefotografie geeignet ist?

1. Geringes Gewicht

Das Gewicht ist der vielleicht wichtigste Parameter bei der Suche nach dem perfekten Reise-Stativ. Je schwerer das Stativ, desto eher wirst du überlegen, ob du es wirklich mit auf eine Reise, eine Wanderung oder einen Stadtbummel nimmst. Das zusätzliche Gewicht im Rucksack macht sich unweigerlich bemerkbar. Das perfekte Reise-Stativ muss daher möglichst leicht sein. Wie viel Gewicht du hier einsparen kannst, hängt in erster Linie vom Gewicht deiner Kameraausrüstung ab. Größere Kameras und Objektive benötigen stabilere Stative, die dementsprechend schwerer sein werden.

2. Kleines Packmaß

Genau wie das Gewicht sollte auch das Packmaß möglichst klein sein. Alle Stative lassen sich auf irgendeine Weise zusammenschieben oder zusammenfalten, die einen besser als die anderen. Das Packmaß gibt die kleinste mögliche Länge des Stativs im zusammengeklappten Zustand an. Ähnlich wie ein geringes Gewicht geht aber auch ein kleines Packmaß zu Lasten der Stabilität. Viele ineinander schiebbare Elemente der Stativbeine machen das Stativ kompakt, aber eben auch filigraner und dementsprechend instabiler.

3. Gute Stabilität

Das Stativ trägt möglicherweise eine Kamera-Objektiv-Kombination im drei- oder vierstelligen Preisbereich. Dementsprechend musst du dich darauf verlassen können, dass das Stativ bei Wind nicht umkippt oder auseinanderfällt. Eine gute Stabilität lässt sich in erster Linie durch ein hohes Gewicht realisieren, konterkariert also mit der ersten Anforderung. Stabile und dennoch leichte Stative gibt es aber auch, diese sind jedoch entsprechend teurer. Das Leben ist eben ein ewiger Kompromiss :-).

4. Robustheit

Neben einer guten Stabilität ist auch die Robustheit ein wesentlicher Faktor bei der Suche nach dem perfekten Reise-Stativ. Plastikstative sind zwar günstig, taugen aus meiner Erfahrung aber wenig, weil sie bei der ersten größeren Beanspruchung zu Bruch gehen. Ein Stativ aus Aluminium oder Karbon ist wesentlich robuster und verzeiht einen härteren Umgang eher. Und ein solcher Umgang wird sich auf Reisen nicht vermeiden lassen. Raue Untergründe, Wettereinflüsse, Stürze – ein gutes Reise-Stativ muss diese Dinge abkönnen. Das spiegelt sich natürlich im Preis wider, aber sind wir mal ehrlich. Besser ein paar Euro mehr ausgeben, als dass du am Ende dein genialstes Sonnenuntergangsfoto nicht schießen kannst, weil auf dem Weg zum Gipfel ein Stativbein abgebrochen ist.

5. Einfache Handhabung

Reisestative gibt es in vielen Formen und Farben. Doch in ihrer Funktionalität und Handhabung unterscheiden sie sich zum Teil ganz erheblich. Ein einfacher Auf- und Abbau ist mindestens genauso wichtig wie eine gute Robustheit. An einfachen Dreh-Schnellverschlüssen zum Arretieren der Stativbeine führt daher aus meiner Sicht kein Weg vorbei. Nützlich ist es zudem, wenn die Stativbeine gummierte Oberflächen besitzen. Diese lassen sich auch bei klirrender Kälte noch gut anfassen, im Gegensatz zu einer Metalloberfläche.

Mindestens genauso wichtig ist ein guter Kugelkopf. Dieser erlaubt es, die Kamera in jeder denkbaren Position auszurichten und lässt sich mit einer einzigen Schraube feststellen bzw. lösen. Von dem ebenfalls weit verbreiteten Dreiwegekopf kann ich aus eigener, schmerzlicher Erfahrung nur abraten.

Die Kamera lässt sich üblicherweise mit einer kleinen Platte auf dem Kugelkopf anbringen und auch wieder lösen. Du solltest darauf achten, dass die eingesetzte Platte und der Kugelkopf Arca-Swiss-kompatibel sind. Dieses System ist sehr weit verbreitet und ermöglicht nicht nur eine sichere Fixierung der Kamera, sondern auch, die gleiche Platte auf verschiedenen Stativen zu verwenden. Speziell für Landschaftsfotografen ist in diesem Zusammenhang auch ein sogenannter L-Winkel* interessant. Diese spezielle Platte ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen Quer- und Hochformat, ohne dass der Kugelkopf neu justiert werden muss.

Empfehlungen für Reisestative und Alternativen

Die Anforderungen zeigen, dass es das perfekte Reisestativ nicht geben kann. Wie immer ist jedes Exemplar irgendwo ein Kompromiss. Auch ich selbst nutze daher für verschiedene Zwecke verschiedene Stative. Meine Empfehlungen möchte ich dir hier vorstellen.

Bean Bags

Eingangs hatte ich erwähnt, dass es gute Alternativen zu einem klassischen Reisestativ gibt. Ein Bohnensack, oder Bean Bag, ist eine clevere Lösung für alle, die das Gewicht und Packvolumen eines Stativs scheuen. Mit einem Bean Bag lässt sich quasi jede Kamera irgendwo aufstellen und mit etwas Übung ausrichten. Am Ende sitzt die Kamera fest wie auf einem Stativ. Und der Sack selbst ist so leicht und klein, dass er in jede Handtasche passt.

Halterungen für Handy & GoPro

Smartphones oder Action-Kameras sind auf nahezu keiner Reise mehr wegzudenken. Auch mit diesen lassen sich interessante Aufnahmen anfertigen, wenn sie auf einem festen Untergrund stehen. Für Smartphones gibt es spezielle Halterungen, mit denen die Geräte beispielsweise auf einem Stativ fixiert werden können. Und für die GoPro oder andere Action-Kameras gibt es ein unüberblickbares Sortiment an günstigem Zubehör, mit denen die Kameras an den unmöglichsten Stellen angebracht werden können.

Gorillapods

Kameras an unmöglichen Stellen anzubringen ist aber nicht nur den Actionkamera-Halterungen vorbehalten. Dank sogenannter Gorillapods lassen sich von der Kompaktkamera bis hin zur schweren Spiegelreflex alle denkbaren Kameras quasi überall montieren. Gorillapods sind kleine Stative mit individuell anpassbaren Stativbeinen. Diese können so geformt werden, dass die Kamera sich an Pfosten oder Ästen festklammert. Gorillapods lassen sich mit gerade gestellten Beinen aber auch ideal als normale Stative oder Selfie-Sticks zweckentfremden.

Für viele Modelle gibt es passende Kugelköpfe, die eine Ausrichtung der Kamera kinderleicht machen. Diese kleinen, leichten Kugelköpfe sind jedoch meist nicht Arca-Swiss-kompatibel. Allerdings lassen sich auf den Gorillapods auch separate, entsprechend kompatible Kugelköpfe anbringen.

Stativ Gewicht Packmaß Höhe Nutzlast Material Preis
Joby Gorillapod 500* 77 g 19,5 cm 19,5 cm 0,5 kg Aluminium, Plastik 35 €
Joby Gorillapod 1K* 197 g 25,5 cm 25,5 cm 1 kg Aluminium, Plastik 45 €
Joby Gorillapod 3K* 391 g 30 cm 30 cm 3 kg Aluminium, Plastik 60 €
Joby Gorillapod 5K* 730 g 37 cm 37 cm 5 kg Aluminium, Plastik 100 €

Tischstative

Wenn du mit einer kleinen Kompaktkamera unterwegs bist, hast du wahrscheinlich kein Interesse daran, ein großes Stativ mitzuschleppen. Das würde den Vorteil der kleinen, leichten Kamera gerade wieder zunichtemachen. Glücklicherweise gibt es kleine Tischstative, die in jede Jackentasche passen. Diese Stative wiegen ein paar hundert Gramm, fallen nicht auf und lassen sich trotzdem sehr vielseitig einsetzen. Ich selbst nutze ein Cullmann Alpha 15“, das einen festen Platz in meiner Jacke hat und sozusagen mein „Immer-Dabei-Stativ“ ist.

Stativ Gewicht Packmaß Höhe Nutzlast Material Preis
Cullmann Alpha 15″* 87 g 12 cm 12 cm 0,5 kg Aluminium 7 €
Manfrotto MTPIXI-B PIXI* 190 g 15,5 cm 13,5 cm 1 kg Plastik 20 €
Cullmann Magnesit Copter* 250 g 22 cm 16 cm 1 kg Aluminium 20 €

Mini-Reisestative

Wer nicht gerade in der tiefsten Wildnis unterwegs ist, findet meistens eine Möglichkeit, seine Kamera auf einem erhöhten Standpunkt abzustellen. Sei es ein Stein in der Landschaft oder ein Brückengeländer in der Stadt. Ein richtiges Stativ mit einer großen Arbeitshöhe ist dann gar nicht mehr notwendig. Für diese Fälle empfiehlt sich ein sogenanntes Mini-Stativ. Diese sind prinzipiell genauso aufgebaut wie größere Reisestative, aber wesentlich kompakter. Sie besitzen typischerweise eine maximale Höhe von 50-60cm im ausgefahrenen Zustand. Zusammengeklappt passen sie in jede Tasche. Mit diesen 500-800g schweren Stativen lässt sich enorm viel Gewicht einsparen, ohne auf die übliche Robustheit und Handhabung eines Reisestativs verzichten zu müssen.

Stativ Gewicht Packmaß Höhe Nutzlast Material Preis
Cullmann Carvao 816TCS 445 g 27 cm 11-70,5 cm 4 kg Carbon 90 €
Neewer Ministativ* 816 g 23 cm 13,5-50 cm 5 kg Aluminium 40 €
Rollei Compact Traveler Mini M-1* 780 g 15 cm 16-47 cm 8 kg Aluminium 60 €
Rollei City Traveler Mini* 613 g 19 cm 18-46 cm 5 kg Carbon 85 €

Ultraleichte, kompakte Reisestative

Ein Tischstativ hat seine Vorzüge, aber als alleinige Kamerahalterung ist es auf Reisen dann doch nicht immer geeignet. Aber auch wenn du eine etwas größere Arbeitshöhe benötigst, gibt es leichte Reisestative, die immer noch sehr kompakt sind. Zu dieser Gruppe zähle ich Stative, die ein Maximalgewicht von rund einem Kilogramm inklusive Kugelkopf aufweisen. Diese fallen sprichwörtlich nicht wirklich ins Gewicht, ermöglichen aber in nahezu allen denkbaren Situationen auf Reisen hervorragende Aufnahmen.

Nachteilig ist jedoch, dass diese Reisestative entsprechend nicht ganz so stabil sind. Häufig lässt sich diese Problematik aber beheben. Die meisten solchen Stative besitzen einen Haken, an dem sich z. B. der Fotorucksack aufhängen lässt. Dadurch wird die Stabilität deutlich verbessert.

Diese Stativklasse ist aus meiner Sicht die ideale Wahl für ein Reisestativ. Ich selbst nutze ein Rollei Compact Traveler No. 1 in der Carbon-Variante*. Mit weniger als einem Kilogramm Gewicht ist das Stativ ausgesprochen leicht, dank seines Packmaßes von nur 33 cm passt es sogar in meinen Rucksack (und nicht nur außen dran). Das ist gerade in Städten ein Vorteil, weil so nicht gleich jeder sieht, dass sich in dem Rucksack eine Fotoausrüstung befindet. Trotzdem bietet es mit 142 cm Maximalhöhe eine noch annehmbare Arbeitshöhe für mich (190 cm groß). Mit ausgefahrener Mittelsäule ist das Stativ dann allerdings nur noch bei Windstille zu gebrauchen. Dank des Hakens zum Aufhängen der Fototasche ist die Stabilität insgesamt aber hervorragend. Ein praktischer Panorama-Kugelkopf ist beim Stativ übrigens auch mit dabei.

Ich nutze das Stativ mittlerweile seit mehreren Jahren und bin nicht gerade zimperlich damit umgegangen. Es lässt sich aber immer noch wie am ersten Tag nutzen. Die Verarbeitungsqualität ist nämlich hervorragend. Das Stativ ist aus meiner Sicht die ideale Allzweckwaffe auf Reisen. Natürlich gibt es aber auch vergleichbare Produkte von anderen Herstellern, die unten aufgeführt sind.

Stativ Gewicht Packmaß Höhe Nutzlast Material Preis
Amazon Basics Reisestativ* 1.100 g 32 cm 30,5-135,5 cm 3,6 kg Carbon 70 €
Cullmann Neomax 260* 680 g 28,5 cm 11-128 cm 3 kg Aluminium 65 €
Cullmann Carvao 816TC 500 g 38 cm 12-137 cm 4 kg Carbon 90 €
Manfrotto Compact Light Alu* 840 g 40 cm 39-131 cm 1,5 kg Aluminium 50 €
Manfrotto Element Traveller* 1.150 g 32 cm 36-143 cm 4 kg Carbon 125 €
Manfrotto Befree Carbon* 1.100 g 40 cm 34-142 cm 4 kg Carbon 270 €
Rollei City Traveler* 799 g 38 cm 37,5-130,5 cm 5 kg Carbon 120 €
Rollei Compact Traveler No. 1* 1.170 g 31,5 cm 32-134 cm 5 kg Aluminium 80 €
Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon* 980 g 33 cm 34-142 cm 8 kg Carbon 120 €
Sirui MT5-AK MyTrip* 1.130 g 32 cm 30,5-128 cm 5 kg Aluminium 140 €
Sirui MT5-C MyTrip* 980 g 32 cm 30,5-128 cm 6 kg Carbon 220 €

Mittlere Reisestative als Kompromiss zwischen Größe und Stabilität

Wenn du bereit bist, einige hundert Gramm mehr an Gewicht und ein paar Zentimeter mehr an Packmaß zu opfern, dann steht dir eine ganze Reihe an sehr guten Reisestativen offen. Im Bereich zwischen einem und 1,5 Kilogramm Gewicht finden sich zahlreiche stabile Stative. Vorteil ist neben der besseren Stabilität auch die größere Arbeitshöhe, die typischerweise zwischen bei etwa 160 cm liegt. Das ermöglicht es auch größeren Personen, die Kamera auf dem Stativ zu bedienen, ohne sich dabei bücken zu müssen.

Stativ Gewicht Packmaß Höhe Nutzlast Material Preis
Cullmann Carvao 825MC 1.400 g 47 cm 20-156 cm 10 kg Carbon 300 €
Manfrotto Element Traveller* 1.400 g 41,5 cm 41-164 cm 8 kg Carbon 160 €
Rollei C5i* 1.335 g 43 cm 2,5-157,5 cm 8 kg Carbon 125 €
Sirui T-1004XL* & E-10* 1.510 g 46,5 cm 14-160 cm 8 kg Aluminium 260 €
Sirui T-1204XL* & E-10* 1.280 g 46,5 cm 14-160 cm 8 kg Carbon 420 €

Große Reisestative für schwere Kameras und Tele-Objektive

Wenn Gewicht und Packmaß eine untergeordnete Rolle spielen und der Fokus auf Stabilität liegt, eignen sich größere Reisestative. Diese sind vor allem dann sinnvoll, wenn du eine umfangreiche und große Kameraausrüstung mit schweren (Tele-) Objektiven besitzt. Für die typischen Motive bei der Reisefotografie sind derartige Stative aber nicht notwendig und wegen ihres Gewichts sogar eher hinderlich. Daher kann ich  – auch mangels eigener Erfahrung – für diese Stativkategorie keine Empfehlungen geben. Wenn du auf der Suche nach einem solchen großen Stativ bist, empfehle ich dir einen Blick auf die Hersteller der oben genannten Stative zu werfen. Alle haben auch größere Stative im Sortiment.

Einbeinstative

Der Vollständigkeit halber sollen auch Einbeinstative an dieser Stelle Erwähnung finden. Diese stellen eine spezielle Form des Stativs dar. Sie besitzen lediglich ein Bein und können daher nicht von selbst stehen. Vielmehr dienen Einbeinstative dazu, große und schwere Kamera-Objektiv-Kombinationen zu stabilisieren, während der Fotograf beides zusätzlich stützt. Typischerweise finden Einbeinstative bei professionellen Wildlife- und Sportfotografen Einsatz. Für die klassische Reisefotografie sind sie daher nur am Rande interessant.

Das perfekte Reisestativ

Hast du dein perfektes Reisestativ gefunden? Oder gibt es ein Stativ, das unbedingt noch in die Empfehlungsliste aufgenommen werden muss? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Sicherheitsabfrage *