Spiegellose Systemkameras für Reise und Urlaub im Vergleich

Darf’s mehr als ein Smartphone oder eine Kompaktkamera für die Reisefotografie sein, aber die Spiegelreflex ist zu klobig, aufdringlich und schwer? Spiegellose Systemkameras (DSLM) sind die Lösung! Kleiner, leichter und unauffälliger als Spiegelreflexkameras, aber mit gleicher oder gar besserer Bildqualität und Funktionsumfang.

Inzwischen bieten nahezu alle Kamerahersteller ein solches System an. Die Auswahl ist riesig, aber welches System eignet sich wie gut für Urlaubsfotos und Fotografie auf Reisen? Welche Vor- und Nachteile haben die Systeme?

Inhaltsübersicht


Systeme mit Vollformatsensor

Canon EOS R (RF-Mount)

Zur Photokina 2018 stellte Canon sein langersehntes spiegelloses Vorformatsystem vor. Das System ist eine komplette Neuentwicklung, aber stark an das über drei Jahrzehnte marktführende EF-System für Spiegelreflexkameras angelehnt. So besitzt das EOS-R-System ein neues Bajonett mit dem für spiegellose Kameras typischen kurzen Auflagemaß (Abstand zwischen Sensor und Bajonett). Der Durchmesser ist jedoch der gleiche wie beim alten EF-Anschluss. Das System ist gedacht für ambitionierte Amateurfotografen und professionelle Anwender.

Kameras

Die erste von Canon vorgestellte Kamera mit RF-Bajonett ist die EOS R*. In technischer Hinsicht ist die Kamera eine spiegellose Mischung aus den Spiegelreflexkameras EOS 5D IV* und EOS 6D II. Wie erstere besitzt sie einen Sensor mit 30 Megapixeln Auflösung. Von letzterer übernimmt sie den Single-Kartenslot im SD-Format und die etwas abgespeckte Bedienung. Die sehr eingeschränkten Videofunktionalitäten entsprechen im Wesentlichen der 5D IV. 4K-Videos kann die EOS R nur mit einem 1,8-fach Crop aufzeichnen. Als wesentliches Manko gegenüber der direkten Konkurrenz ist die fehlende sensorbasierte Bildstabilisierung anzusehen. Objektive ohne optischen Bildstabilisator sind an der EOS R daher überhaupt nicht stabilisiert. Auch der Wegfall der sonst typischen Intervallaufnahmen und Zeitraffersoftware schränken die Kamera softwareseitig unnötig ein. Als zweites Modell erschien Anfang 2019 die EOS RP*. Sie ist gegenüber der EOS R in vielerlei Hinsicht etwas abgespeckt, dafür aber die systemübergreifend günstigste und leichteste spiegellose Vollformatkamera.

Canon EOS R Vollformat Systemkamera Gehäuse + Bajonettadapter EF- EOS R (spiegellos, 30,3 MP, 8,01 cm (3,2 Zoll) Clear View LCD II Display, DIGIC 8, 4K Video, WLAN, Bluetooth), schwarz*
  • HOHE BILDQUALITÄT - 30,3 Megapixel System-Kamera, ausgefeilte, reaktionsschnelle Leistung und Ergonomie
  • PROFESSIONELLE VIDEOAUFNAHMEN - Mehr Details für Fotos, Videos und professionelle 4 K Videoaufzeichnung für beeindruckende Filme
  • KOMPATIBILITÄT - Kamera verwendbar mit den EOS R Objektiven und via Adapter mit vorhandenen EF und EF-S Objektiven

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Nachdem die R-Modelle anfänglich auch softwaretechnisch hinter der direkten Konkurrenz herhinkten, hat Canon durch Firmwareupdates mittlerweile kräftig aufgeholt. Der Autofokus der EOS R ist inzwischen annähernd so gut wie bei Sony. Da die Modelle mittlerweile auch stark im Preis gefallen sind, werden die Kameras der R-Serie immer interessanter. Ein professionelles Modell mit höherer Auflösung, wie es die Konkurrenz bietet, soll mit der EOS R5 Mitte 2020 erscheinen.

Objektive

Gemeinsam mit der EOS R hat Canon vier native Objektive mit RF-Anschluss vorgestellt. Dabei handelt es sich mit Ausnahme des kleinen 35mm-Makroobjektivs* um große und schwere Objektive aus Canons Premium-Linie. Als Kitobjektiv ist ein 24-105mm* im Angebot, die derzeit lichtstärkste Festbrennweite ist ein 50mm mit Blende f/1.2*. Technisch besonders beeindruckend ist das vierte Objektiv, ein 28-70mm-Zoomobjektiv mit f/2.0*, das aufgrund seiner Größe und seines Gewichts aber nur für sehr spezielle Einsatzzwecke in Frage kommt. Wie üblich sind die L-Objektive genau wie die Kamera EOS R gegen Staub und Spritzwasser geschützt.

Canon Zoomobjektiv RF 24-105mm F4L IS USM für EOS R (77mm Filtergewinde, Bildstabilisator, Autofokus), schwarz*
  • VIELSEITIG UND FLEXIBEL - Die ideale Lösung für Fotografen und Filmemacher, die ein vielseitiges Objektiv mit professioneller Abbildungsqualität für die unterschiedlichsten Aufnahmesituationen suchen
  • PROFESSIONELLE AUFNAHMEN - Auch bei wenig Licht aus der freien Hand fotografieren oder unkompliziert längere Belichtungszeiten für kreative Effekte einsetzen – mit dem 5-Stufen-Bildstabilisator
  • IM FOKUS - Die schnelle, gleichmäßige und leise Nano USM Fokussierung ist eine ideale Voraussetzung für Foto- und Videoaufnahmen

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Im Laufe des Jahres 2019 hat Canon zahlreiche weitere Optiken vorgestellt. Bis auf das günstige Kit-Zoom 24-240mm* entstammen alle Objektive der L-Serie und sind dementsprechend hochwertig, aber auch teuer. Der Brennweitenbereich erstreckt sich bei den nativen Linsen mittlerweile mit einem Ultraweitwinkel-* und einem Teleobjektiv* von 15 bis 200mm.

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Besitzer von Objektiven mit EF- oder EF-S-Anschluss für analoge und digitale Spiegelreflexkameras können diese nahezu vollumfänglich mittels Adapter am EOS-R-System weiterverwendet werden. Canon selbst bietet gleich drei verschiedene Adapter von EF- auf RF-Mount an. Der günstigste* überträgt lediglich die Objektivdaten an die Kamera und ermöglicht die bei Canon übliche elektronische Blendensteuerung, die Nutzung des Bildstabilisators im Objektiv und des Autofokus. Die zweite Variante* besitzt zusätzlich einen Kontrollring, der mit bestimmten Funktionen versehen werden kann. Die dritte und teuerste Version bietet darüber hinaus einen Einschub für Filter*, was besonders bei Objektiven nützlich ist, die kein Filtergewinde besitzen. Auf diese Weise kann man unter Umständen auf ein teures Steckfiltersystem verzichten.

Canon Bajonettadapter EF-EOS R mit Objektiv-Steuerring*
Vorhandene Objektive mit EF und EF-S Bajonett mit einer Canon EF-EOS R Kamera verwenden; Der Bajonettadapter mit Objektiv-Steuerring zur Regelung der Kameraeinstellungen

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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Aufgrund des anfänglich kleinen nativen Objektivangebots war das Canon EOS-R-System für Neueinsteiger nur mäßig interessant. Das hat sich inzwischen durch die neu vorgestellten Objektive etwas relativiert. Gerade für Reisefotografen, die eine leichte Fototasche bevorzugen, scheint das System aber aufgrund seiner großen und schweren Objektive auch in Zukunft nur bedingt geeignet zu sein. Leider lässt sich die EOS R auch nicht mit beliebigen Ladegeräten über USB aufladen. Die Objektivqualität ist dagegen über alle Zweifel erhaben. Das hat allerdings auch seinen Preis. Fotografen mit einem geringen Budget sind beim EOS-R-System definitiv falsch.

Ein Einstieg in das System bietet sich daher vor allem für Besitzer von EF-Objektiven an, die auch in Zukunft Canon-Kameras nutzen möchten. Alle anderen finden für das gleiche Geld Alternativen, die in technischer Hinsicht mehr bieten. Auch die Zielgruppe von Canon ist beim R-System nach wie vor nicht ganz eindeutig. So existiert mittlerweile ein umfangreiches Angebot an sehr hochwertigen Objektiven, die professionellen Standards genügen. Die Kameras sind dagegen eher für ambitionierte Amateure oder Einsteiger geeignet.

Nikon Z (Z-Mount)

Ebenfalls zur Photokina 2018 erschien das Pendant von Nikon mit einer groß angelegten Marketingkampagne. Genau wie Canon wirbt Nikon mit einem neuen Objektivanschluss, der dank seines kurzen Auflagemaßes und des großen Bajonettdurchmessers besonders lichtstarke Objektive ermöglichen soll. Entsprechend zielt es auf ambitionierte Amateure und Profifotografen ab.

Kameras

Nikon stellte zum Start des neuen Systems zwei völlig neu konzipierte Kameras vor, die Z6* und die Z7*. Von außen kaum zu unterscheiden besitzen sie beide einen kompakten, aber dennoch sehr ergonomischen Body. Die Unterschiede werden erst beim Blick auf das Innenleben deutlich. Die Z6 besitzt einen Sensor mit 24 Megapixeln, die Z7 dagegen ein Exemplar mit hochauflösenden 45 Megapixeln, der in ähnlicher Form bereits in der Spiegelreflexkamera D850 zum Einsatz kam. Die Z7 besitzt zudem ein etwas umfangreicheres Autofokussystem als die Z6. Beide Kameras können Videos in 4K-Auflösung über die volle Sensorgröße, wahlweise auch mit Log-Profil, aufzeichnen. Die Sensoren sind stabilisiert und bestechen durch den Nikon-typischen großen Dynamikumfang. Anders als die meisten anderen spiegellosen Systemkameras setzt Nikon bei der Z6 und Z7 auf Speicherkarten im XQD-Format. Diese sollen robuster und schneller als SD-Karten sein, sind aber derzeit noch nicht weit verbreitet und dementsprechend teuer.

Nikon Z6 System Digitalkamera kit mit FTZ-Bajonettadapter*
  • Schnelle und lichtempfindliche spiegellose Vollformat-Systemkamera mit 24,5 MP (CMOS BSI Sensor, ISO 100 nativ)
  • Riesiger elektronischer Sucher (OLED) mit 0,8-facher Vergrößerung und 3,69 Mio. Bildpunkten Großzügiger, neigbarer Monitor mit 8 cm (3,2 Zoll) Diagonale und 2,1 Mio. Bildpunkten
  • Bis 12 Bilder pro Sekunde, AF-System mit 90% Bildfeldabdeckung horizontal und vertikal und neu entwickelter kamerainterner 5-Achsen-Bildstabilisator mit bis zu 5 Lichtwerten Effektivität

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Objektive

Zum Start des spiegellosen Systems hat Nikon drei native Objektive angekündigt, mittlerweile sind weitere Objektive hinzugekommen. Zur Zeit umfasst das Angebot mehrere Festbrennweiten (20mm, 24mm*, 35mm*, 50mm* und 85mm* mit Blende f/1.8) sowie kompakte Zoomobjektive im Standardbereich 24-70mm f/4* und im Ultraweitwinkelbereich 14-30mm f/4*. Anders als bei Canon handelt es sich bei den Objektiven somit nicht um extrem lichtstarke Exemplare, sondern um günstigere und kleinere Linsen. Mittlerweile sind aber auch weitere, größere Objektive, wie ein 24-70 f/2.8*, und Nikons Prestigeobjektiv 58mm f/0.95 Noct hinzugekommen.

Nikon NIKKOR Z 24-70 mm 1:4 S Objektiv*
Standard-Zoomobjektiv für Nikon-Kameras mit Z-Bajonett; Nanokristallvergütung, Fluorvergütung der Frontlinse
849,00 EUR
Nikon NIKKOR Z 35 mm 1:1,8 S Objektiv*
35 mm Objektiv für Nikon-Kameras mit Z-Bajonett; 2 ED-Glas-Linsen, 3 asphärische Linsen, Nanokristallvergütung
699,00 EUR
NIKKOR Z 24-70 mm 1:2.8 S (inklusive HB-87)*
Nanokristall- und ARNEO-Vergütung, Fluorvergütung der Front- und Rücklinselinse; Gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet
1.751,95 EUR

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Genau wie Canon bietet auch Nikon einen Adapter* an, mit dessen Hilfe Objektive für den F-Mount auch an den neuen spiegellosen Kameras genutzt werden können. Allerdings können ältere Objektive teilweise nur mit Einschränkungen verwendet werden, sodass die Kompatibilität nicht vollständig gegeben ist. Angesichts des noch nicht ganz so umfassenden nativen Objektivangebots für den Z-Mount ist der Adapter aber für Besitzer von F-Mount-Objektiven eine sinnvolle Investition.

Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Wer bereit ist, in ein neues Kamerasystem zu investieren, kann auf Reisen bereits zum jetzigen Zeitpunkt sehr glücklich werden mit dem Nikon-Z-System. Auch wenn die native Objektivauswahl noch nicht ganz so groß wie z. B. bei Sony ist, sind die neuen Linsen gerade für Reisefotografen sehr vielsprechend. Das aufgrund der Tatsache, dass sie allesamt verhältnismäßig leicht und kompakt gebaut sind. Gepaart mit den etwas größeren Kamerabodys ist die Handhabung exzellent, das Gesamtsystem in der Praxis aber recht unauffällig. Auch in technischer Hinsicht sind die Kameras ausgereift und robust. Schade ist einzig wie bei Canon, dass Nikon bei beiden Kameras auf Dual Card Slots verzichtet hat. Gerade auf Reisen kann das ein Nachteil sein.

Panasonic / Leica / Sigma (L-Mount)

Das dritte zur Photokina 2018 vorgestellte DSLM-Vollformatsystem ist eine Kooperation von den Firmen Leica, Panasonic und Sigma. Genau genommen existiert das System schon etwas länger, wurde aber bislang nur von der Firma Leica unterstützt. Die ersten Kameras von Panasonic mit L-Anschluss sind Anfang 2019 auf den Markt gekommen. Sigma hat mittlerweile ebenfalls eine eigene Kamera am Start.

Kameras

Zurzeit besitzen die Leica SL (Typ 601) und die Sigma FP den L-Anschluss, mit der Panasonic S1, S1R und S1H folgten 2019 drei weitere Kameras. Ähnlich wie bei Nikon gibt es ein Exemplar mit moderater Auflösung von 24 Megapixeln (Lumix S1) und eine hochauflösende Kamera mit 47 Megapixeln (Lumix S1R). Die Lumix S1H ist ein Modell, das speziell Videografen ansprechen soll. Panasonic bewirbt die Kameras als Vollformat ohne Kompromisse. Hinsichtlich der Bildqualität und der herausragenden Robustheit der Konstruktionen mag das zutreffen. Ebenso, was die Videofunktionalität betrifft. Als erste Vollformatkameras können die Lumix S1 und S1R 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Objektive

Derzeit gibt es für den L-Mount ein umfangreiches Objektivangebot der Firma Leica, das sich aus fünf Festbrennweiten und mehreren Zoomobjektiven im Bereich zwischen 16mm Weitwinkel und 280mm Tele zusammensetzt. Alle Objektive sind von hoher Qualität, allerdings genau wie die Kamera Leica SL sehr schwer und Leica-typisch extrem teuer. Auch die von Panasonic vorgestellten Objektive (16-35 f/4, 24-105 f/4, 50mm f/1.4 und 70-200 f/4) sind ähnlich teuer und schwer. Günstigere Objektive sind von der Firma Sigma erhältlich, die ihr Angebot an hochwertigen Festbrennweiten mittlerweile auch für den L-Mount anbietet. Auch diese Linsen sind allerdings allesamt relativ groß und schwer.

Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Mit ihrem für spiegellose Kameras extrem hohen Gewicht von über einem Kilogramm sind die Kameramodelle mit L-Mount für die Reisefotografie derzeit nur eingeschränkt empfehlenswert. In dieser Hinsicht dürften das Nikon-System und der E-Mount von Sony die bessere Adresse sein. Auch hinsichtlich der Preise ist offensichtlich, dass Panasonic mit dem System eher fortgeschrittene und professionelle Anwender ansprechen will, die auf Robustheit angewiesen sind und der Kompaktheit und dem Gewicht einen geringeren Stellenwert einräumen.

Sony Vollformat (E-Mount)

Sony ist unbestreitbar der Pionier unter den spiegellosen Vollformatkameras. Seit 2013 hat Sony teils in Kooperation mit Zeiss ein beeindruckendes Sortiment an Kameras und passenden Objektiven für den sogenannten E-Mount herausgebracht. Genau wie die Systeme von Canon und Nikon zielt das Vollformatsystem von Sony auf ambitionierte Amateure und professionelle Anwender ab.

Kameras

Die aktuellen Vollformatkameras von Sony sind teilweise bereits in der vierten Generation angelangt. Wie bei Nikon gibt es eine Kamera mit Standardauflösung von 24 Megapixeln, die Sony A7 III*, und ein Modell mit hochauflösendem 61-Megapixel-Sensor, die Sony A7R IV. Zusätzlich existiert eine Reihe, die auf Video und Lowlight-Aufnahmen spezialisiert ist, die Sony A7S II. Das Nachfolgemodell A7S III dürfte in Kürze erscheinen. Auch Kameras der älteren Generationen wie die A7 II*, die A7R II* oder die A7R III* sind nach wie vor am Markt und teilweise zu sehr günstigen Konditionen erhältlich.

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Mit der dritten und vierten Kamerageneration ist es Sony gelungen, ein sehr reifes Produkt auf den Markt zu bringen, das kaum Wünsche offen lässt. Hervorragende Fotoqualität, sehr gute Videoeigenschaften sowohl in 4K als auch Full-HD, Dual Card Slots im SD-Format und dank neuem Akkutyp eine hervorragende Batterielaufzeit. Einzig die spartanische Implementierung des Touchscreens und die mitunter komplexe Menüführung und Bedienung sind kleine Punkte, die Verbesserungspotential besitzen. Ein ausführlicher Test der hochauflösenden Sony A7R III für die Reisefotografie ist hier auf dem Blog zu finden.

Objektive

Wie angesprochen gibt es für den E-Mount bereits ein umfangreiches Objektivangebot an Sony-eigenen Linsen. Diese umfassen sowohl sehr kleine, günstige Festbrennweiten, aber auch große, robuste Objektive, die professionellen Standards genügen.

Neben dem nativen Objektivangebot besteht aber dank entsprechender Adapter auch die Möglichkeit, so ziemlich jedes jemals gebaute Objektiv an den E-Mount anzuschließen. Ältere, rein mechanische Objektive können über günstige Adapter verbunden werden. Aber auch für neuere, elektrische Linsen anderer Hersteller gibt es die Möglichkeit eines Anschlusses. Teilweise funktionieren damit auch Autofokus und Blendensteuerung direkt über die Kamera. Beispielsweise lassen sich über den Sigma MC-11-Adapter* und den Metabones-Adapter* Canon-Objektive nahezu wie an proprietären Kameras nutzen.

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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Die aktuellen Vollformatkameras von Sony sind ein rundes Paket und gerade für Personen, die auf Reisen sowohl Fotos als auch Videos anfertigen, ideal geeignet. Die Kameras sind verhältnismäßig leicht und kompakt, lassen sich uneingeschränkt über USB aufladen und besitzen unübertroffene Eigenschaften bei der Bildqualität. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gerade bei der A7 III hervorragend.

Die Objektive sind dagegen – wie bei den anderen Herstellern ebenfalls – größtenteils in der Oberklasse angesiedelt. Dank des breiten Angebots verschiedener Hersteller lassen sich aber auch Kombinationen für vergleichsweise wenig Geld zusammenstellen. Neben dem Sony-eigenen hervorragend für Reisen geeigneten Standardzoom 24-105mm* bietet sich beispielsweise die günstigere Alternative von Tamron an, ein kompaktes 28-75mm-Objektiv*. Auch wer auf der Suche nach kleinen Festbrennweiten ist, wird im Sony-System fündig wie bei keinem anderen Hersteller. Von 28mm* über 35mm*, 55mm* und 85mm* gibt es die gängigen Brennweiten zu günstigen Konditionen. Puristen wissen zudem die angesprochene Möglichkeit zu schätzen wissen, „Altglas“ über Adapter anzuschließen. Manuelle Objektive aus den 70ern und 80ern bieten hervorragende optische Eigenschaften zu Schnäppchenpreisen. Ob eine Festbrennweite für dich auf Reisen in Fragen kommt, beantwortet dieser Beitrag!

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Systeme mit APS-C-Sensor

Canon EOS M (EF-M-Mount)

Schon lange vor dem EOS-R-System führte Canon im Jahr 2012 sein erstes hauseigenes spiegelloses System ein, das EOS-M-System. EOS M ist ein System für Hobbyfotografen, die keine professionellen Ansprüche haben, sondern eher Wert auf eine günstige, leichte und kompakte Ausrüstung legen.

Kameras

Canon bietet mit der M200, M5, M6 II und M50 derzeit vier verschiedene spiegellose Kameras mit EF-M-Anschluss an. Alle Kameras besitzen einen 24-Megapixel-Sensor (die M6 II 32 Megapixel) und unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Bedienungselemente. M5* und M50* besitzen einen eingebauten Sucher und sind mit mehreren Wahlrädern als Kameras für fortgeschrittene Nutzer zu verstehen. Das neueste Modell, die M6 II* stellt im Grunde genommen eine M5 ohne integrierten Sucher dar. Die M200* basiert nahezu ausschließlich auf einer Bedienung über den klappbaren Touchscreen-Monitor und eignet sich damit vor allem für die Generation Smartphone.

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Gepaart mit den guten Objektiven bieten die Kameras der M-Serie von Canon eine hervorragende Fotoqualität, auch ohne nachträgliche Bearbeitung am Rechner. Spitzenreiter ist ohne Zweifel die neue M6 II, die aber auch preislich an der Spitze liegt. Für Filmer ist sie besonders interessant, da sie als einzige aus der M-Serie Videos in 4K-Auflösung mit Canons hervorragendem Dual-Pixel-Autofokus aufnehmen kann. Auch die M50 kann Videos in 4K aufzeichnen. Allerdings nur mit dem mittleren Sensorbereich (daraus resultiert ein Crop) und nur mit Kontrastautofokus. Fortgeschrittenen Ansprüchen genügen die Kameras im Videosektor jedoch allesamt nicht. Hier bietet die Konkurrenz von Sony und Panasonic wesentlich mehr Möglichkeiten. Wem aber gar kein Interesse an aufwendiger Nachbearbeitung hat und vielmehr gute Qualität direkt aus der Kamera bevorzugt, der findet bei den EOS-M-Kameras ein gutes Filmwerkzeug.

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Objektive

Das native Objektivangebot für den EF-M-Anschluss ist überschaubar, passt aber hervorragend zur Zielgruppe. So finden sich im Sortiment ein optisch hervorragendes Weitwinkelzoom*, ein Pancake-Standardzoom*, ein Superzoom* sowie ein Telezoom*. Zusätzlich bietet Canon zwei lichtstarke Festbrennweiten im Bereich 22mm* und 32mm* (umgerechnet auf Vollformat 35mm und 50mm) sowie ein Makroobjektiv an. Alle Objektive sind ausgesprochen kompakt und leicht. Genau wie die Kameras sind jedoch auch die Objektive nicht gegen Staub oder Spritzwasser abgedichtet.

Sowohl Canon als auch diverse Fremdhersteller bieten für das EF-M-System einen Adapter* an, mit dem Objektive mit EF- bzw. EF-S-Anschluss (jedoch nicht RF-Anschluss) adaptiert werden können. Abgesehen von kleineren Festbrennweiten ist diese Lösung allerdings eher als Notlösung zu verstehen, weil die großen EF-Objektive an den kleinen M-Bodys schnell kopflastig werden.

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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Reisefotografen, die Wert auf eine günstige, kompakte und leichte Ausrüstung legen, werden beim EF-M-System fündig. Dank der kleinen Kameras und Objektive nimmt die Fotoausrüstung nicht viel Platz in Anspruch und ermöglicht hervorragende Aufnahmen direkt aus der Kamera. Auf dem Papier mag das EF-M-System der direkten Konkurrenz von Fuji und Sony hinterherhinken. Das fällt allerdings erst in Extremsituationen auch in der Praxis ins Gewicht. Wer also ohnehin keine aufwendige Nachbearbeitung am Rechner plant und einfach mit einer guten Kamera seine Reise dokumentieren will, macht mit dem EF-M-System nichts falsch.

Fujifilm X (X-Mount)

Fuji – dieser Name steht in der spiegellosen Kamerawelt seit langer Zeit für ein unverwechselbares Retro-Design. Die Kameras mit ihren vielen Einstellrädern sehen aus, als würden sie von 1960 stammen. In Wahrheit handelt es sich aber um hochmoderne Technik, die für Puristen, ambitionierte Amateure und Profis gleichermaßen geeignet ist.

Kameras

Das Kamerasortiment von Fuji setzt sich im Wesentlichen aus drei Linien zusammen. Die E-Linie umfasst Kameras im klassischen Messsucherdesign, die T-Serie ist an alte Spiegelreflexkameras angelehnt und die H-Serie stellt ähnlich wie die Fuji-Mittelformatkameras Funktionalität in den Vordergrund.

Innerhalb der einzelnen Linien gibt es jeweils ein aktuelles Top-Modell, das mit Dual Card Slot sowie Staub- und Spritzwasserschutz professionellen Anforderungen genügt. Auch die Videofunktionalitäten stechen bei diesen Modellen hervor. So bietet die 2018 eingeführte X-T3 über alle spiegellosen Kameras hinweg mit 4K-Auflösung, 60 Bildern pro Sekunde und hohen Bitraten mit die besten Videoeigenschaften. Auch die Fotoqualität ist dank des X-Trans-Sensors und der Fuji-typischen, an analoge Filme angelehnten Farbsimulationen hervorragend. Einen stabilisierten Sensor bietet Fuji in der X-H1 und der neu erschienenen X-T4.

Auch die günstigeren Modelle der einzelnen Linien bieten eine hervorragende Bildqualität, sind in Sachen Robustheit und Funktionalität jedoch gegenüber der Topmodelle etwas abgespeckt. Aber auch diese weisen die charakteristischen Retro-Bedienelemente auf, die für die Einstellung von Blende und Belichtungszeit genutzt werden.

Objektive

Nicht nur die Kameras, sondern auch das breite Angebot an guten Objektiven macht das Fuji-X-System so reizvoll. Neben den vor allem für Profis geeigneten großen und lichtstarken Objektiven gibt es eine ganze Reihe an kleinen Festbrennweiten und Zooms. Hervorzuheben ist dabei besonders die kompakte Festbrennweiten-Linie mit 16mm-, 23mm-, 35mm- und 50mm-Objektiven, die besonders für die Kameras im Messsucherstil interessant sind. Doch auch das hervorragende Weitwinkelzoom 10-24mm und sogar das kleine Kit-Objektiv mit 18-55mm sind die Investition absolut wert. Mit professionellen Teleobjektiven eignet sich das Fuji-System auch für Fotografen mit Portrait- oder Wildlife-Schwerpunkt. Speziell für die Reisefotografie hervorzuheben ist auch das neu hinzugekommene Standardzoom 16-80mm f/4.

Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Wie angesprochen eignet sich das Fuji-System für jegliche Formen der Fotografie und damit natürlich auch für die Reisefotografie. Wer am Morgen das Treiben auf einem vielbesuchten Markt mit einer kleinen Festbrennweite dokumentieren und am Nachmittag weit entfernte Tiere ablichten will, den wird das Fuji-System begeistern. Eine komplette Verwandlung der Kamera ist stets nur einen Objektivwechsel entfernt. Kein anderes System eignet sich so gut für ambitionierte Fotografen mit einer großen Bandbreite an Wunschmotiven.

Und zu guter Letzt ist es das unverwechselbare Retro-Design der Fuji-Kameras, das auf Reisen ab und an von Vorteil sein kann. Die Kameras fallen einfach auf – und das in vielerlei Hinsicht. Die Kameras sehen nicht nach moderner Technik aus, was den einen oder anderen Dieb abhalten kann. Und unter Foto-Enthusiasten sind auf der anderen Seite Gespräche über die Kamera garantiert!

Nikon APS-C (Z-Mount)

Als weiterer großer Hersteller hat auch Nikon 2019 ein neues spiegelloses Kamerasystem vorgestellt. Nach dem letztlich erfolglosen Versuch mit dem Nikon-1-System setzt der traditionsreiche japanische Hersteller nun auf ein kompaktes System mit APS-C-Sensor. Das System besitzt den gleichen Objektivanschluss wie das ebenfalls noch recht neue spiegellose Vollformatsystem von Nikon. Alle Vollformatobjektive können daher auch an den APS-C-Kameras eingesetzt werden.

Kameras

Als erste Kamera für die APS-C-Serie des Z-Mount hat Nikon die Z50 vorgestellt. Das Design der Kamera ist stark an die größeren Schwestermodelle mit Vollformatsensor angelehnt. Damit erbt die Z50 die hervorragende Ergonomie und Haptik, die die Z-Reihe seit Beginn auszeichnet. Der 20-Megapixel-Sensor löst etwas schwächer auf als die Konkurrenz, bietet dafür aber eine unerreichte Bildqualität bei hohen ISO-Werten im APS-C-Bereich. 4K-Videos gehören wie bei den großen Schwestermodellen zum Standard, ebenso wie ein elektronischer Sucher und mehrere Drehräder für die manuelle Wahl von Blende und Belichtungszeit. Für Selfies kann der Monitor auch nach vorne geklappt werden.

Nikon Z 50 KIT DX 16-50 mm 1:3.5-6.3 VR + DX 50-250 mm 1:4.5-6.3 VR Kamera*
  • Nikon CMOS-Sensor im dx-format mit 20, 9 Megapixel
  • 4K UHD Video mit 30 Prozent und zeitlupenfunktion
  • Bis zu 11 Bilder pro Sekunde mit autofokusnachführung und automatischer Belichtung

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Objektive

Das Objektivangebot ist derzeit noch nicht besonders umfangreich für den APS-C-Bereich. Als Kitobjektive bietet Nikon ein kompaktes Standardzoom im Bereich 16-50mm und eine Ergänzung im Telebereich bis 250mm an. Beide Objektive sind leicht, aber nicht besonders lichtstark. Wer lichtstärkere Festbrennweiten nutzen möchte, muss derzeit noch auf die größeren und teureren Vollformat-Exemplare ausweichen. Es ist aber davon auszugehen, dass mit der Zeit auch lichtstarke Objektive speziell für die APS-C-Reihe hinzukommen werden.

Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Auch wenn das Angebot der APS-C-Reihe für den Z-Mount derzeit noch überschaubar ist, scheint sich System bestens für die Reisefotografie zu eignen. Die Kameras und Objektive sind klein, unauffällig und kompakt, bieten aber eine hervorragende Bildqualität und Ergonomie. Wenn das System weiter wächst, könnte es sich daher zum idealen Begleiter auf Reisen werden.

Sony APS-C (E-Mount)

Schon etwas länger als das Vollformatsystem bietet Sony auch spiegellose Kameras mit APS-C-Sensor an. Diese sind deutlich kleiner und leichter, besitzen aber den gleichen Objektivanschluss. Auch Vollformatobjektive können so mit den APS-C-Kameras genutzt werden.

Kameras

Aktuell bietet Sony mit dem Einsteigermodell A5100* und den Kameras der A6000er-Serie ein breites Kameraangebot im APS-C-Bereich. Die aktuelle Generation setzt sich aus den Modellen A6100, A6400 und A6600 zusammen. Die A6100* ist das günstigste Modell der Serie, bietet aber bereits ein umfangreiches Funktionsangebot und eine hervorragende Bildqualität bei Fotos und Videos. Der Sensor löst 24 Megapixel auf, Videos werden in 4K-Auflösung aufgezeichnet. Das etwas teurere Schwestermodell A6400* ist die vielleicht ideale kompakte Reisekamera. Gegenüber der A6100 besticht sie mit einem höher auflösenden Sucher, einem rasanten Autofokus für jede Art von Motiv und einem Spritzwasserschutz.

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Sony Alpha 6400 | APS-C Spiegellose Kamera ( Schneller 0,02s Autofokus, 24,2 Megapixel, 4K-Filmaufnahmen, neigares Display für Vlogging)*
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Das Spitzenmodell A6600* erweitert die Funktionalität um einen stabilisierten Sensor und einen größeren Akku (der gleiche, der auch in den A7-Vollformatkameras von Sony eingesetzt wird). Zusätzlich weist sie Eingänge für ein externes Mikrofon und Kopfhörer auf und ist damit besonders für Filmer interessant. Ähnlich wie bei den A7-Kameras sind auch die jeweiligen Vorgängermodelle der aktuellen Kameras, die A6000*, A6300* und A6500* nach wie vor zu günstigeren Konditionen erhältlich.

Objektive

Durch den identischen Anschluss können alle Vollformatobjektive für die Sony-A7-Serie auch an den APS-C-Kameras genutzt werden. Aufgrund der kleinen Kameras empfiehlt es sich aus Gründen der Ergonomie aber, auf die dedizierten APS-C-Objektive zurückzugreifen. Mit einem guten Weitwinkelzoom* und einem kompakten Standardzoom* sowie zahlreicher lichtstarker Festbrennweiten im Bereich 24mm*, 35mm* und 50mm* bietet Sony ein rundes Paket an. Im Telebereich ergänzt das neue 70-350mm* das Angebot. Besonders empfehlenswert ist im Weitwinkelbereich auch die lichtstarke, manuelle  Festbrennweite 12mm f/2.0 des Herstellers Samyang*.

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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie

Ähnlich wie das EF-M-System ist auch Sony-APS-C besonders für jene Fotografen geeignet, die Wert auf eine möglichst kompakte Ausrüstung legen. Die technische Bildqualität und auch die weitergehenden Funktionalitäten im Videosegment (Log-Profile, Sensorstabilisierung, 4K) heben sich jedoch von Canon ab. Zudem gibt es mit dem kompatiblen Vollformatsystem eine zukunftssichere Erweiterungsmöglichkeit. Das APS-C-System von Sony kann daher auch als ideales Zweitsystem auf Reisen angesehen werden.


Systeme mit Micro-Four-Thirds-Sensor

Panasonic / Olympus / YI (MFT-Mount)

2008 stellte Panasonic die erste spiegellose Systemkamera nach heutigem Verständnis vor. Mit einem neuen Bajonettstandard, der in Kooperation mit Olympus entwickelt wurde und den Nachfolger des Four-Thirds-Standards darstellte. Das Micro-Four-Thirds-System (MFT) ist heute das spiegellose System mit der größten Kamera- und Objektivvielfalt und sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Anwender geeignet.

Kameras

Sowohl Olympus als auch Panasonic bieten Kameras für professionelle Einsatzzwecke mit Spritzwasserschutz, Dual Card Slots und umfangreichen Bedienelementen an. Bei Olympus ist das die OM-D E-M1 III*, bei Panasonic die Lumix G9* sowie die Lumix GH5*, die speziell auf Videografen ausgerichtet ist. Die Kameras sind in erster Linie auf Funktionalität und eine gute Handhabung ausgelegt. Dadurch sind sie größer und schwerer, als man es bei dem kleinen MFT-Sensor erwarten würde. Aufgrund der kleineren Sensorgröße liegt auch die Pixelzahl mit 20 Megapixeln unter derer der Systeme mit größeren Sensoren.

Angebot
Olympus OM-D E-M10 Mark III Kit, Micro Four Thirds Systemkamera (16 Megapixel, Bildstabilisator, elektronischer Sucher, 4K-Video) + M.Zuiko 14-42mm EZ Zoomobjektiv, silber*
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  • Herausragende Bildqualität mit gestochen scharfen Bildern bis an die Bildränder

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Kleinere Kameras sind beispielsweise die Olympus OM-D E-M10 III* und die Panasonic Lumix G81*. Wie ihre großen Schwestermodelle zeichnen sie Videos in 4K-Auflösung auf, besitzen aber Sensoren mit 16 Megapixeln. Panasonic bietet neben den angesprochenen, im Spiegelreflexdesign gehaltenen Kameras mit der GX-Linie auch Modelle im Messsucherdesign an. Das Topmodell GX9* besitzt dabei einen 20-Megapixel-Sensor, die kleineren Modelle GX80* und GX800* 16 Megapixel.

Panasonic Lumix DMC-G81MEG-K Systemkamera (16 MP, 4K, Dual I.S., OLED-Sucher, 7,5 cm Touch, 12-60mm Objektiv, schwarz)*
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Nahezu alle aktuellen Kameras von Olympus und Panasonic besitzen einen stabilisierten Sensor, der Verwacklungen ausgleicht. Zusammen mit der optischen Bildstabilisierung in den Objektiven ermöglicht das System eine extrem ruhige Kameraführung, die allen anderen Systemen überlegen ist. Vor allem Filmer werden die Stabilisierung zu schätzen wissen. In manchen Situationen ist die Stabilisierung einem Gimbal ebenbürtig.

Objektive

Alle Kameras, sowohl von Olympus als auch von Panasonic, können mit den Objektiven des jeweils anderen Herstellers betrieben werden. Vom Pancake-Kitobjektiv über lichtstarke Festbrennweiten bis hin zu Telezoomobjektiven mit umgerechnet 800mm Brennweite lässt der MFT-Objektivpark keine Wünsche offen.

Besonders empfehlenswert sind bei Panasonic die in Zusammenarbeit mit Leica entworfene Zoomobjektiv-Reihe 8-18mm*, 12-60mm* und 50-200mm*. Die Objektive sind zwar teuer, aber leicht, kompakt und bieten eine hervorragende Bildqualität. Von Olympus gibt es Äquivalente aus der hauseigenen PRO-Serie, die allerdings nicht ganz so kompakt sind. Wer eher auf der Suche nach einer kleinen Festbrennweite ist, dem sei das Olympus 17mm f/1.8* (34mm-Äquivalent) und das Olympus 45mm f/1.8* (90mm-Äquivalent) empfohlen.

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Einsatzbereiche und Zielgruppe

Der kleine Sensor des MFT-Systems spielt seine Vorteile gerade auf Reisen aus. Denn er ermöglicht es, dass die Objektive auch im Telebereich und bei großer Lichtstärke sehr leicht und kompakt gebaut werden können. Das spart Gewicht und Platz im Koffer. Zudem bleiben durch das sehr breite Angebot und die Abdeckung aller erdenklichen Preisklassen keine Wünsche offen. Natürlich besitzt das MFT-System auch immanente Nachteile wie eine größere Tiefenschärfe im Vergleich zu Vollformatobjektiven mit gleicher Lichtstärke und schlechteres Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Allerdings sind die Kameras inzwischen auf einem so guten Niveau angelangt, dass letzteres bei den allermeisten Anwendern kaum störend in Erscheinung treten wird.

Zudem ermöglicht die systemübergreifend beste Sensorstabilisierung bei Olympus und Panasonic längere Belichtungszeiten. Bei statischen Motiven lassen sich hohe ISO-Werte so umgehen. Und auch auf ein Stativ lässt sich auf diese Weise manchmal verzichten.


Alternativen zu spiegellosen Systemkameras

Noch nicht das ideale System gefunden? Oder soll es gar keine Systemkamera werden, sondern eine kompaktere Alternative? Dann wirf am besten gleich einen Blick in meine Kameraempfehlungen für die Reisefotografie. Zur passenden Objektivkombination für deine nächste Reise geht es hier!

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