MSI Prestige 15 – Testbericht für Fotografen & Content Creator

Elektronik besitzt zwar kein festgelegtes Verfallsdatum, aber irgendwann segnet jedes Gerät einmal das Zeitliche. Höherwertige Kameras und Objektive zählen da wahrscheinlich noch zu den Dingen, die am längsten im Einsatz bleiben können. Letztes Jahr kam bei mir dann aber doch den Wunsch auf, mit der Sony A7R III auf ein leichteres Modell mit besserer Auflösung bei Foto und Video umzusteigen. Ein solcher Umstieg bringt es aber auch mit sich, dass die Peripherie normalerweise erneuert werden muss. Schnellere Speicherkarten, größere Festplatten und – natürlich auch mehr Rechenpower am Computer.

Die Fotobearbeitung in Lightroom hätte mein fast sechs Jahre alter Laptop noch mitgemacht. Für die Produktion von Videos in 4K-Auflösung für meine YouTube-Kanäle war er allerdings nicht mehr geeignet. Daher musste ein neues Gerät ins Haus. Laptops, die die Leistung für 4K-Videoschnitt hergeben, gibt es mittlerweile zu Hauf auch für günstiges Geld. Eine wesentliche Anforderung ist bei mir aber auch ein möglichst geringes Gewicht. Immerhin schleppe ich den Laptop auf meinen Wandertouren durchaus mal 20 Kilometer am Tag durchs Gebirge. Und da wird die Auswahl schon geringer. Lange Zeit war der Lenovo X1 Extreme mein Favorit. Doch gerade als ich ihn bestellen wollte, fand ich eine noch interessantere Option. Den MSI Prestige 15. Warum der Laptop aus meiner Sicht die ideale Wahl für Fotografen und Content Creator ist, erläutere ich in diesem Testbericht.

Disclaimer: Das Gerät wurde von mir käuflich im Handel erworben. Es bestehen keine Verbindungen zu MSI oder anderen genannten Marken.

Eckdaten MSI Prestige 15

Der Hersteller MSI ist in erster Linie für seine Gaming-Laptops bekannt. Auch ich hatte MSI für ein Gerät, wie ich es suchte, zunächst gar nicht auf dem Radar. Seit einiger Zeit bietet der Hersteller aber auch Produkte an, die sich speziell an Content Creator richten. Die Prestige-Serie ist dabei die hochwertigste Linie. 2019 erschienen zwei neue Modelle, der MSI Prestige 14 und MSI Prestige 15. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Bildschirmgröße (14“ vs. 15,6“) und das Gewicht, können ansonsten aber weitgehend gleich konfiguriert werden.

MSI Prestige 15

Stichwort Konfiguration: Der MSI Prestige 15 ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Unterschiede zwischen den Varianten bestehen bei der Displayauflösung (Full-HD vs. 4K), dem Prozessor (i5 vs. i7 der 10. Generation), der Festplattengröße und dem Arbeitsspeicher. Bei meinem Gerät handelt es sich um die High-End-Variante Prestige 15 A10SC mit 4K-Display, 1 TB SSD, i7-10710U, GeForce GTX 1650 Max-Q und 32 GB Arbeitsspeicher. Letzterer kann auf bis zu 64 GB erweitert werden, dazu müssen die bestehenden Bausteine aber ausgetauscht werden, da beide Slots belegt sind. Frei ist dagegen noch ein zweiter Festplattenslot. Erhältlich ist diese Konfiguration* für rund 2000 Euro, die abgespeckte Variante mit langsamerem Prozessor, Full-HD-Display, kleinerer Festplatte und weniger Arbeitsspeicher geht für 1500 Euro über die Ladentheke.

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Lieferumfang

Mit dem Laptop wird eine erstaunliche Menge an Zubehör geliefert. Als Erweiterung der Anschlussmöglichkeiten ist ein Adapter von USB-A auf RJ45 mit dabei, zudem eine Hülle aus Kunstleder, eine kabellose Maus, ein Tastaturschutz und natürlich das zugehörige Netzteil.

Lieferumfang MSI Prestige 15

Gehäuse & Eingabegeräte

Chassis

Der Laptop kommt in einem relativ schnörkellosen, matten Aluminium-Design daher. Auffällig sind die kleinen Display-Ränder, die das Gehäuse so kompakt machen. Das Display kann um 180° geneigt werden, sodass es flach auf einer Oberfläche liegen kann. Praktisch ist das z. B. bei Gesprächen mit einer Person, die gegenüber sitzt. Dazu kann der Bildschirminhalt auch per Knopfdruck um 180° gedreht werden. Gebraucht habe ich das bisher nie. Aber sicher nicht verkehrt, wenn die Möglichkeit vorhanden ist.

MSI Prestige 15 mit 4K-Display

Auf der Unterseite des Gehäuses kann die Wartungsklappe mit insgesamt elf Schrauben gelöst werden. Ein Öffnen hat keinen Einfluss auf die zweijährige Garantie von MSI, sodass problemlos eine Festplatte in den zweiten Slot eingebaut und der Arbeitsspeicher aufgestockt werden kann.

Insgesamt ist der Laptop sehr wertig verarbeitet, fühlt sich aber bei weitem nicht so robust an wie beispielsweise ein Dell XPS oder ein Lenovo Thinkpad. Dafür glänzt der MSI Prestige 15 mit einem Gewicht von nur 1,65 kg. Das ist Rekord in seiner Klasse und macht den Laptop zu einem wirklich portablen Begleiter mit immer noch sehr gut nutzbarer Displaygröße.

Unterseite MSI Prestige 15

Anschlüsse

Anschlussseitig hat der MSI Prestige 15 einiges zu bieten, wenngleich hier auch die größten Schwachpunkte zu finden sind. Auf der linken Seite weist der Laptop zwei USB-C-Anschlüsse auf, die beide kompatibel zu Thunderbolt 3 sind. Das Gerät kann wahlweise über einen der beiden Anschlüsse aufgeladen werden. Das ist ausgesprochen praktisch, denn dadurch ist der MSI Prestige 15 der einzige in seiner Klasse, der regulär per USB-C Power Delivery aufgeladen werden kann. Das zugehörige Netzteil ist relativ schwer, kann aber problemlos durch ein anderes Modell* ersetzt werden. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 90 W, ein Aufladen ist aber auch mit Netzteilen mit geringerer Leistungsabgabe möglich.

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Darüber hinaus besitzt der Laptop auf der linken Seite eine kombinierte Buchse für Kopfhörer oder Mikrofon sowie einen vollwertigen HDMI-Anschluss für einen Bildschirm mit 4K-Auflösung bei 60 Hz.

Anschlüsse linke Seite

Auf der rechten Gehäuseseite finden sich zwei USB-A-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen. 1 sowie ein Kartenleser für Micro-SD-Karten. Der Leser ist zwar schnell, allerdings wäre stattdessen ein Schacht für vollwertige SD-Karten wünschenswert gewesen. Gerade für einen Content Creator zählen SD-Karten nun mal zum absoluten Standardwerkzeug. Dass für die Nutzung zwingend ein Adapter* notwendig ist, ist ausgesprochen schade.

Anschlüsse rechte Seite

Tastatur

Die Tastatur des MSI Prestige 15 füllt erstreckt sich nahezu über die ganze Breite des Gehäuses, bietet aber keinen separaten Ziffernblock. Das ist dem kompakten Design geschuldet. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind beim Schreiben relativ leise. Die Tastatur spielt definitiv nicht in der Thinkpad-Liga, sie ist aber mehr als ordentlich und besser als bei vielen anderen Ultrabooks. Mittlerweile habe ich mehrere hundert Seiten damit geschrieben und empfinde sie als ausgesprochen angenehm.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings das leicht vom deutschen Standard abweichende Layout. So liegt die Taste mit Größer- / Kleinerzeichen neben der rechten Strg-Taste und die Raute über Return statt links daneben.

Tastatur MSI Prestige 15

Touchpad

Das Touchpad ist präzise und ausgesprochen groß. Für meinen Geschmack ist es sogar zu groß. So ist es mir nicht selten passiert, dass meine Eingaben missinterpretiert wurden. Beispielsweise muss man für einen Rechtsklick ungewohnt weit auf der rechten Seite klicken. Separate Tasten gibt es übrigens nicht, diese sind in das Pad integriert.

Integriert in das Touchpad ist links oben auch ein Fingerdrucksensor. Ich nutze ihn nicht, aber er wird seinen Zweck erfüllen.

Touchpad mit Fingerabdrucksensor

Display des MSI Prestige 15

Während man bei Gehäuse und Eingabegeräten notfalls über manches hinwegsehen kann, steht und fällt ein Laptop mit dem Display. Und das ist der Punkt, bei dem der MSI Prestige 15 so richtig heraussticht. Das IPS-Display mit einer Auflösung von 3840×2160 Pixeln ist nicht nur extrem scharf und kontrastreich. Es deckt auch gemäß Herstellerangabe 100% des Adobe-RGB-Farbraums ab. Nun wird dieser Wert in der Praxis nie ganz erreicht, die Farbgenauigkeit ist aber zumindest subjektiv hervorragend. Gegenüber meinem kalibrierten externen Monitor (BenQ SW2700PT*) kann ich keine nennenswerten Unterschiede feststellen.

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Beachtlich ist auch die sehr gute Helligkeit des Displays. Während ich bei älteren Laptops im Normalfall auch in Innenräumen die Helligkeit auf 100% gestellt habe, ist das beim MSI Prestige 15 nicht notwendig. Hier reichen mir schon 60-70%, um gut arbeiten zu können. Auch für den Außeneinsatz ist das Display damit hervorragend geeignet. Das nicht zuletzt auch wegen der matten Oberfläche. Für Fotobearbeitung dürfte das Display eines der besten sein, das derzeit auf dem Laptop-Markt erhältlich ist.

Leistung des MSI Prestige 15

Genauso wichtig wie das Display ist zweifelsohne die Leistung, die der Laptop bereitstellt. Mit dem i7-10710U besitzt der Laptop einen Sechskern-Prozessor aus Intels Comet-Lake-Generation. Als Erweiterung für grafikintensive Anwendungen werkelt eine NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q als dedizierte GPU mit 4 GB.

In diesem Abschnitt gehe ich auf die beiden für mich wesentlichen Aufgaben ein, bei denen ich Leistung benötige – Bild- und Videobearbeitung. Wer sich für konkrete Benchmark-Werte und die Gaming-Performance interessiert, der schaut am besten in den ausführlichen Testbericht bei notebookcheck.com.

Bildbearbeitung

Meine Bildbearbeitung findet nahezu ausschließlich in Adobe Lightroom statt. Auch mit den großen RAW-Dateien meiner Sony A7R III kommt der MSI Prestige 15 problemlos zurecht. Weder beim Vergrößern noch bei intensiver Nutzung von Bereichskorrekturen, Verlaufsfiltern oder Pinsel ist eine Verzögerung spürbar. Die Bearbeitung läuft flüssig, auch das Erstellen von Panoramaaufnahmen in Lightroom ist in der Regel innert ein paar Sekunden erledigt.

Regelrecht verblüfft war ich von der Leistung beim Export aus Lightroom. Selbst mehrere 100 Fotos waren in voller Auflösung von 42 Megapixeln innerhalb weniger Minuten exportiert.

Auch die Bearbeitung in Adobe Photoshop läuft flüssig. Selbst Nutzung mehrerer Ebenen konnte ich keinerlei störende Verzögerungen feststellen. Insgesamt ist die Leistung des MSI Prestige 15 damit für die Bildbearbeitung mehr als ausreichend. In diesem Aufgabenfeld bringt man den Laptop vermutlich kaum je an seine Grenzen.

Videobearbeitung

Etwas anders sieht es da schon beim Videoschnitt aus. Hier weiß man die Rechenleistung des Prozessors und der Grafikkarte sowie den üppigen Arbeitsspeicher dann schon eher zu schätzen. Als Videobearbeitungsprogramm nutze ich DaVinci Resolve.

Generell ist die Videobearbeitung mit dem Laptop gut möglich, allerdings natürlich nicht mit einem leistungsfähigen Desktoprechner zu vergleichen. Solange kein aufwendiges Colorgrading betrieben wird und nicht allzu viele Effekte genutzt werden, läuft der Videoschnitt auch in 4K flüssig. In Full HD gibt es in keinem Fall Probleme. Nutzt man allerdings exzessiv Effekte in 4K-Projekten, kann die Vorschau schon mal ins Stocken geraten. Auch bei den verhältnismäßig kleinen Datenraten der Sony A7R III (60 bzw. 100 mbps).

Über eine eigene Software von MSI, die standardmäßig installiert ist, können verschiedene Leistungsprofile ausgewählt werden. Die Freigabe zusätzlicher Ressourcen gegenüber dem ausgewogenen Standardprofil macht sich gerade beim Videoschnitt positiv bemerkbar. Die beiden Lüfter laufen dann zwar unüberhörbar, allerdings immer nur für kurze Zeit. Einbußen bei der Leistung waren für mich nicht feststellbar. Im Gegensatz zum 14“-Modell*, bei dem vermehrt über Throttling wegen zu hoher Temperaturen berichtet wird, scheint der MSI Prestige 15 die Wärme besser abführen zu können.

Einzig beim Rendern größerer Projekte in 4K-Ausgabe ist es vorgekommen, dass der Prozessor zeitweise etwas heruntertaktet. In meinem Fall nahm der Renderprozess bei 4K-Projekten mit relativ geringer Bearbeitung des Rohmaterials (kein Colorgrading, nur Überblendungen, Texteinblendungen und einige weitere Effekte) in etwa die dreifache Videolänge in Anspruch. Da der Prozess aber auch gut im Hintergrund ablaufen kann, spielt die Dauer des Renderns für mich persönlich eine untergeordnete Rolle. Das Wichtige ist die Möglichkeit zur flüssigen Bearbeitung von 4K-Material – und das geht mit dem MSI Prestige 15 problemlos.

MSI Prestige 15

Akkulaufzeit

Mit 82 Wh besitzt der MSI Prestige 15 eine klassenübliche Akkukapazität. Im normalen Arbeitsmodus (Helligkeit auf 60%, WLAN, Office- und Browser-Nutzung) reicht das bei mir durchaus für 6-7 Stunden. Aufwendige Foto- und Videobearbeitung saugt den Akku entsprechend schneller leer. Dank der Möglichkeit zum Laden über USB Power Delivery lässt sich der Laptop aber überall unkompliziert aufladen, sodass die Laufzeit für mich eher nebensächlich ist.

Mögliche Alternativen zum MSI Prestige 15

Für die Zielgruppe der Content Creator hat mittlerweile so ziemlich jeder Hersteller ein passendes Produkt im Angebot. Viel Rechenleistung in einem möglichst kompakten Gehäuse mit einem guten Display scheint derzeit ein Erfolgsgarant zu sein. Als Alternative im Apple-Lager sticht natürlich das MacBook Pro heraus, für Windows bieten sich der Dell XPS 15*, das Asus Zenbook Pro 15* oder auch der eingangs erwähnte Lenovo X1 Extreme an.

Die genannten Modelle bieten teilweise Konfigurationen mit mehr Rechenleistung an und können auch mit einer besseren Gehäusequalität als das MSI Prestige 15 werben. Sie sind allerdings auch alle ein gutes Stück schwerer als das hier getestete Modell und verbrauchen mit ihren Prozessoren aus der H-Serie mehr Energie als die niedriger getaktete U-Serie. Der MSI Prestige 15 ist zudem der einzige in der Klasse, der regulär per USB-C aufgeladen werden kann. Wer also das leichteste und kompakteste Modell favorisiert und bereit ist, auf ein wenig Rechenleistung zu verzichten, für den ist der MSI Prestige 15 die erste Adresse. Preislich sind alle Alternativen etwa auf dem gleichen Niveau angesiedelt.

Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / Letzte Aktualisierung am 2.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Fazit MSI Prestige 15 für Fotografen & Content Creator

Alles in allem ist der MSI Prestige 15 damit aus meiner Sicht die derzeit beste Lösung für Content Creator, die viel Rechenleistung in einem kompakten Paket benötigen. Das geringe Gewicht ist in der Klasse unübertroffen und auch die Abmessungen zählen zu den kleinsten bei Laptops mit 15,6“-Displays. Besonders erwähnenswert ist aber das extrem farbtreue und matte 4K-Display, das Foto- und Videobearbeitung unterwegs so einfach macht wie nie zuvor. Auch die Möglichkeit zum Aufladen per USB-C macht den Laptop gerade für Leute, die viel unterwegs sind, sehr attraktiv.

Zu kritisieren gibt es eigentlich nur die etwas eigenwilligen Anschlussmöglichkeiten. Störend ist vor allem der fehlende Leser für SD-Karten. Gerade bei einem Gerät, das speziell für Multimediaschaffende gedacht ist, ist das Weglassen irgendwie unerklärlich. Auch der HDMI-Schnittstelle hätte man statt 1.4 durchaus den 2.0-Standard verpassen können.

Diese Details trüben das Gesamtbild aber kaum. Die Rechenleistung ist für die Fotobearbeitung mehr als ausreichend. 4K-Videoschnitt ist ebenfalls gut möglich, bringt die Maschine dann aber je nach Umfang der Bearbeitung durchaus an ihre Grenzen. Das ist aber bei einem solch kompakten Gehäuse mit einem Prozessor aus der U-Serie völlig normal. Wer mehr will, muss auf deutlich schwerere Geräte mit größeren Prozessoren ausweichen. Dann ist es allerdings vorbei mit der Kompaktheit.

MSI Prestige 15 Testbericht

Schlusswort

Warum ich den Laptop gekauft habe:

  • Sehr gute Performance in einem extrem leichten und kompakten Gehäuse
  • Für alle typischen Multimedia-Anwendungen (insbesondere Foto-, 4K-Videobearbeitung) geeignet
  • Hervorragendes, helles, mattes 4K-Display
  • Standardmäßig per USB-C aufladbar
  • Integrierte USB-A-Anschlüsse machen Adapter überflüssig
  • Gute Eingabegeräte
  • Einfache Wartung
  • Nachträgliche Erweiterung mit zusätzlichem Arbeitsspeicher und zweitem SSD-Slot möglich
  • Gute Akkulaufzeit
  • Zwei Jahre Garantie

Was ich mir wünschen würde:

  • Vollwertiger SD-Kartenleser
  • Anschluss für HDMI 2.0

2 Gedanken zu “MSI Prestige 15 – Testbericht für Fotografen & Content Creator”

  1. Hallo Felix,

    danke zunächst für den guten Bericht! War unter anderem ausschlaggebend dafür, mich auch für das Prestige 15 zu entscheiden! :)

    Da ich nun das gleiche Modell habe wie du und mich auch in DaVinci Resolve einarbeiten will, würde ich nun gerne etwas von deiner Expertise Gebrauch machen – vielleicht magst/kannst du mir ja helfen?

    Konkret: DaVinci läuft noch nicht so smooth wie erhofft, deswegen: Welche Einstellungen nutzt du, sowohl innerhalb von DaVinci Res als auch auf Windows, dass es so gut läuft?

    Nvidia ist aktiviert und für DaVinci Res auf Hochleistungsmodus eingestellt. Innerhalb von DaVinci Res habe ich schon verschiedene Anpassungen vorgenommen, die einem so geraten werden (Timeline resolution runter, Optimized Media, Proxy auf 1/4, Render-Cache…), sodass bei ersten kurzen Testläufen es auf niedrigerer Qualität läuft. Nutze die Free-Version von DaVinci Res.

    Stutzig macht, dass der Prestige überall als Creator Content-Wunder bepriesen wird (wenn auch nicht als workstation, klar), und ich aber schon bei geringsten Datenmengen die Einstellungen derart runterschrauben muss?! Oder ist das etwa doch normal so?

    Vielleicht magst du ja dein Wissen mit mir teilen :)

    Mit Dank + Gruß!
    Vincent.

    • Lieber Vincent,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich versuche mal, deine Fragen so gut es geht zu beantworten. :-) Grundsätzlich: Die Videobearbeitung ist tatsächlich die Aufgabe, bei der der Laptop schnell an seine Grenzen kommt. Ich nutze DaVinci Resolve mit vergleichbaren Einstellungen wie du (Proxy & Render-Cache). Denke an der Stelle lässt sich nicht mehr viel optimieren. Nach meiner Erfahrung haben die Einstellungen des Leistungsprofils deutlich stärkere Auswirkungen. Mit dem ausgewogenen Profil war 4K-Schnitt eigentlich nicht wirklich möglich. Schon bei Text-Einblendungen oder Überblendungen hat die Vorschau gestottert. Mit der höchsten Leistungseinstellung (im MSI Creator Center mit Leistung: Sport, Lüfter: Cooler Boost) gehen diese leichten Effekte bei mir problemlos. Color Grading ist aber auch dann schwierig, je nachdem, was alles noch nebenher läuft.

      Was du mal probieren kannst, ist zu prüfen, ob für Da Vinci Resolve tatsächlich alle Ressourcen freigegeben sind und CPU, GPU und RAM voll ausgelastet werden. Alles in allem muss man aber glaube ich einfach damit leben, dass 4K-Videoschnitt am Limit für den PC ist. Die Sachen, die ich in der Hinsicht mache, sind eigentlich nicht so übermäßig intensiv und trotzdem sind CPU und GPU häufig am Anschlag. Ich denke, wenn man professionelles Color Grading, LUTs und Effekte einsetzen will, die über Text / Überblendungen hinausgehen, ist der PC nicht die optimale Wahl. Mit Undervolting kann man wohl noch was herausholen, da habe ich mich aber noch nie mit beschäftigt. Hoffe, das hilft dir trotzdem ein wenig weiter!

      Viele Grüße
      Felix

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